Wie schön wäre das denn: Einmal im Jahr kommt die Physiotherapeutin oder Osteopathin, löst und richtet im Pferdekörper, was zu lösen und zu richten ist und anschließend habt ihr die perfekten Voraussetzungen für die gemeinsame Arbeit. Bis zum nächsten Jahr, sofern nicht vielleicht ein Sturz, Schlag o.ä. dazwischen kommt.
So einfach ist es natürlich nicht, ein Pferd ist kein Auto, dem im Regelfall eine Durchsicht pro Jahr ausreicht. Lebewesen sind da etwas komplexer als Maschinen.
In der Realität sieht es also eher folgendermaßen aus:
Am Anfang konzentriert sich die Therapeutin auf die wichtigsten oder größten Probleme und behandelt so viel und so weit, wie das Pferd es verträgt.
Sie gibt Hinweise, worauf im Training zu achten ist und schlägt vor, in welchem Abstand der nächste Termin für die nächsten Themen sinnvoll ist.
In der Zwischenzeit richtest du die Arbeit – am besten mit Unterstützung deiner Ausbilderin – darauf aus, was dein Pferd braucht, um nicht wieder in denselben Verspannungen und Blockierungen zu landen, sondern sein Bewegungsbild nach und nach zu verbessern.
So schafft die Therapeutin anfangs vor allem Voraussetzungen, die eine Korrektur der Arbeit ermöglichen.
Denn: Den größten Anteil an einer nachhaltigen Verbesserung hat immer die Art der regelmäßigen Bewegung des Pferdes!
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Über die Jahre hinweg sollte daher bei guter Ausbildung des Pferdes für die Therapeutin immer weniger zu tun sein. Ausnahmen durch Stürze, Schläge, Verletzungen o.ä. natürlich ausgenommen (in so einem Fall sollte zeitnah ein Termin vereinbart werden).
Ihre Rolle wird dagegen mehr und mehr eine des Feedbacks:
Sie hat in größeren Abständen den Blick von außen und kann Rückmeldung geben, was sich durch die Arbeit gut entwickelt und worauf als nächstes stärker geachtet werden sollte.
Am besten ist es dementsprechend auch, wenn Therapeutin und Ausbilderin im Austausch stehen, um dein Pferd und dich ideal unterstützen zu können.
Aufhorchen solltest du vor allen in zwei Fällen:
Dein Pferd geht oder verhält sich nach den Behandlungen immer deutlich schlechter als üblich. Das ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Therapeutin – wenn auch gut gemeint – mehr gelöst hat, als das Pferd aktuell verträgt. Das darf bei der nächsten Behandlung nicht mehr passieren. Werden vonseiten der Therapeutin solche Rückmeldungen wiederholt übergangen, kann es sinnvoll sein, die Zusammenarbeit zu überdenken.
Dein Pferd hat über Jahre hinweg bei Behandlungen immer dieselben Probleme in mehr oder weniger der gleichen Ausprägung. Das ist ein Hinweis auf unzureichende Qualität in der Arbeit mit dem Pferd.
In diesem Fall solltest du dein eigenes Training unbedingt überdenken und mit deiner Ausbilderin Rücksprache halten. Wird auch hier der bisherige Stiefel weiter gefahren, anstatt das Vorgehen anzupassen, ist der Ausbildungsansatz und auch die Ausbilderin unter Umständen nicht (mehr) die richtige für euch ist.
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