2 weitere Gründe fürs Rempeln und was du tun kannst (Teil 2)

Im letzten Artikel haben wir uns mögliche Ursachen und Lösungen für rempelnde Pferde angeschaut, die ihren Grund auf der mentalen Ebene im Pferd haben.

In Teil 2 möchte ich jetzt noch auf körperliche Ursachen eingehen, denn auch diese kommen oft genug vor.

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Grund Nr. 4: Dein Pferd verliert die Balance, der Rempler geschieht aus Versehen.

Dabei muss es gar nicht mal in unwegsamem Gelände stolpern, sondern kann auch bei der Bodenarbeit auf dem ebenen Reitplatz mit einer Anforderung kurzzeitig überfordert sein.

Was tun?

Diese Rempler geschehen oft in Zusammenhang mit einer konkreten Anforderung wie beispielsweise
eine Wendung in eine bestimmte Richtung, der Wechsel in eine höhere Gangart auf einer Hand oder immer, wenn ich auf einer bestimmten Seite neben dem Pferd gehe.
Klar, Pferde haben 4 Beine und klar, sie kommen grundsätzlich um alle Kurven und können alle Gangarten gehen. Dennoch ist das Gleichgewicht eine fragile Geschichte, zumal mit den konkreten Anforderungen, die wir oft stellen. In der Ausbildung unterschätzen wir noch zu oft, wie schnell ein Pferd mit etwas überfordert sein kann und dann eben wirklich das Gefühl hat, seine Balance zu verlieren.
Es muss dabei nicht zwingend zu einem Rempler kommen. Manche Pferde führen dann die Anforderung einfach nicht aus, bleiben stehen, schießen los, werden fest oder drohen.

Zugrunde liegt dem Rempler in diesem Kontext in der Regel die Schiefe der Pferde. Manche Pferde drücken zur händigen Seite hin, andere wiederum kippen zur hohlen Seite hin.
Es gilt also, herauszufinden, welcher Aspekt der Schiefe das Problem verursacht und wie du dein Pferd damit besser unterstützen kannst. Eventuell ist es nötig, vorübergehend Anforderungen etwas herunterzuschrauben, bis dein Pferd sich besser gerade und stabil halten kann.
Dabei kann und sollte dir deine Trainerin auch helfen können.

 

Grund Nr. 5: Dein Pferd hat aufgrund eines niedrigen Tonus eine schlechte Propriozeption und deswegen kein klares Gefühl für seine eigenen Körpergrenzen.

Das kann dazu führen, dass es entweder zu spät merkt, wann ihr aneinander geraten würdet, oder dass es aktiv den Kontakt sucht, um eine externe Rückmeldung zu bekommen, wo der eigene Körper denn nun aufhört.

Was tun?

Ähnlich wie bei Grund Nr. 2 (siehe Teil 1) sind hier Berührungen am hilfreichsten. Da unsere Arme nur eine begrenzte Länge haben, empfehle ich die Nutzung einer Gerte. Sinnvoll ist es, wenn du dein Pferd immer wieder an verschiedenen Stellen seines Körpers abstreichst, damit es möglichst seinen ganzen Körper wahrnehmen kann.
Unter Umständen musst du selbst auf entspannten Spaziergängen viel mit deiner Körperspannung arbeiten, um deinem Pferd zu helfen, sich mehr und mehr selbst zu tragen und seinen Faszientonus zu erhöhen.
Mit fortschreitender Ausbildung sollte dieses Thema immer besser werden – selbst wenn du den Rest des Pferdelebens stets ein Auge auf diesen Aspekt haben musst, weil dein Pferd dazu genetisch veranlagt ist.

Ein abschließendes Wort

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich während der Analyse all dieser verschiedenen Rempelszenarien kein einziges Mal von mangelndem Respekt gesprochen habe. Das ist Absicht, denn die Pferde wollen uns eigentlich alles Recht machen.
Gleichzeitig können sie sich auch nur durch ihr Verhalten äußern, wenn sie etwas  nicht verstanden haben oder nicht umsetzen können.
Vergiss also nie: Wir sind dafür verantwortlich, in welche Situationen wir unsere Pferde bringen, wie wir sie darauf vorbereiten und währenddessen mit ihnen umgehen.
Die Pferde müssen nur eins: Pferd sein.

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